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Kreuzzüge

von Benjamin Rath (Pfadfindertrupp Stamm Reutlingen-Mitte)

 

Das diesjährige Frühlingsstufenwochenende der Pfadfinder fand von Freitag dem 18. bis Sonntag dem 20. April auf der Lottenhalde bei Eglingen statt. Gut gelaunt und frohen Mutes trafen wir uns deshalb am Freitag um 16.30 Uhr am Augustin-Bea-Haus um gemeinsam in Jans „Partybus“ und Fausers „Pfadfinder-Astra“ samt Anhänger auf die Alb zu fahren. Doch bevor dies geschehen konnte mussten wir erst die Jurte und sämtliche Materialien verladen. Mit kurzem Zwischenstopp in Betzingen, wo wir uns beim Bäcker Bosch Wegproviant kauften und eine Pfadfinderin abholten, ging es dann endlich …in die Nähe der Alb nach Pfullingen, wo wir eine weitere Jurte verluden. Der Albaufstieg verlief bis auf einen LKW vor uns reibungslos. Oben angekommen hielten wir dann, man höre und staune nur noch 1 Mal an, um etwas Wasser von dem Naturheilbrunnen in Großengstingen zu zapfen. Danach brausten wir mit  120km/h ….jaja das ist kein Scherz so schnell lief unser „Partybus“ noch obwohl 2 Jurten, 6 Personen und 7 Rucksäcke mit an Bord waren unserm Ziel entgegen. Kurz vor 19.00 Uhr waren wir dann schließlich da und machten uns gleich daran unsere Jurte aufzubauen. Die anderen Pfadfinder der Stämme Böblingen, Holzgerlingen, Reutlingen-Süd und Eningen trafen schließlich auch ein. Und selbst die Küche kam trotz eines riskanten Wendemanövers auf der Honauer Steige heil auf dem Lagerplatz an. Der einzige der darunter leiden musste war der Tupperdosendeckel von Marc der von Jan eiskalt überfahren wurde. Doch keine Sorge mittlerweile schwebt er nicht mehr in Lebensgefahr und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Nachdem alle ihre Zelte aufgebaut hatten und wir leckere Maultaschen mit Kartoffelsalat zu uns genommen hatten, wurden wir dann in 4 Gruppen aufgeteilt. In diesen Gruppen sollten wir dann auch die nächsten ca. 15 Stunden verbringen. Da das Thema des Wochenendes Kreuzzüge war, wurden wir in unseren Gruppen um ca. 0.00 Uhr mit einem GPS-Gerät, den nötigsten Dingen für eine Übernachtung im Freien,  reichlich Proviant und dem Auftrag wieder zum Lagerplatz zurückzufinden irgendwo auf der Alb ausgesetzt. Nach Hochrechnungen der Leiter sollten wir alle spätestens am Samstag gegen 15.00 Uhr wieder zurück sein. Es gab jedoch eine Gruppe die sich keinen Schlaf gönnte und die Nacht durchlief und so um 6 Uhr die Leiter aus den Zelten holte. Die 2. Gruppe erreichte gegen 7.30 Uhr den Lagerplatz. Die beiden anderen Gruppen kamen um 11.30 Uhr und 12.00 Uhr wieder auf der Lottenhalde an. Auf unserem kurzen „Hike“ haben wir alle viel erlebt angefangen vom spielenden Radio in einem Vogelhäuschen bis zum verrosteten und mit Moos bewachsenen Fahrrad.

Meine Gruppe und ich wurden am Vereinsheim der Sportschützen von Ohnastetten abgesetzt, wo wir auch die regnerische Nacht verbrachten. Am Samstagmorgen um 7.00 Uhr sind wir dann losgezogen. Bis zu unserem ersten Wegpunkt liefen wir in strömendem Regen an Kohlstetten vorbei in den Wald, wo wir dann die neuen Koordinaten, die uns wieder zum Lagerplatz führen sollten und eine süße Belohnung in Form von Gummibären vorfanden. Nach kurzer Pause, in der wir uns mit dem erhaltenen Brot, Käse, Paprika und der Wurst stärkten gingen wir dann weiter durch den Regen an Gomadingen und Bernloch vorbei, als plötzlich der Himmel aufklarte und sogar die Sonne erschien und so kamen wir mit Sonnenschein um 12.00 Uhr wieder in Eglingen an.

Alle Gruppen kamen sicher und ohne nennenswerte Zwischenfälle heil zurück. Dann gab es eine wohl verdiente Nudelsuppe für uns. Den restlichen Samstag bis 18.00 Uhr verbrachten wir dann mit Ausruhen und Berichten von den Erlebnissen unseres „Hikes“. Danach erstellten wir in unseren Gruppen für das Abendprogramm einen Beitrag über unsere Tour. Es folgte eine teils schmerzhafte Runde Ultimate Frisbee und britische Bulldogge. Doch bevor das Abendprogramm starten konnte bekamen wir einen einzigartigen Leckerbissen. Dieser bestand aus Geschnetzeltem mit Salat und zum Nachtisch Vanille- und Schokopudding. Das Abendprogramm enthielt zwar 3 Gedichte und nur ein „Theaterstückchen“, dennoch war es sehr amüsant. Dies lag teilweise an der Art wie vorgetragen wurde, andererseits an den Inhalten. Nach unserem Programm gab es dann noch das berühmte Pfadfindergetränk den „Tschai“. Den Rest des Abends verweilten wir in einer überschaubaren Gruppe am Lagerfeuer und lauschten den Klängen von Tobi ´s Gitarre und Stimme. Die meisten waren so müde und erschöpft vom Laufen, dass sie sofort nach dem Programm schlafen gingen und selbst auf den Tschai verzichteten. Als wir am Sonntag dann mit etwas Verspätung um kurz nach halb 9 den Tag mit einem „Laurentia“ begannen, empfing uns ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Nach dem Frühstück, bei dem selbst die Reste vom vorabendlichen Geschnetzelten verspeist wurden begannen wir mit dem Zeltabbau und Aufräumen. Nachdem wir dann die restlichen Lebensmittel verteilt hatten, verabschiedeten wir uns mit einer gekürzten Version von „Nehmt Abschied Brüder“ und kehrten mit einem kurzen Zwischenstopp beim Mc Donalds in Pfullingen ans Bea-Haus zurück.

Alles in Allem war es ein richtig tolles Stufenwochenende wir hatten alle viel Spaß, das Essen (vor allem das Geschnetzelte) war noch besser als in der Wirtschaft aber mit einem gemütlicheren Ambiente. Die Aktion mit dem GPS-Gerät war ein toller Höhepunkt und man hat viele neue Leute kennengelernt.

Für mich war es das erste Stufenwochenende als  Reutlingen-Mitte-Pfadfinder und mir hat es richtig Spaß gemacht, vor allem mit den Böblingern aber auch mit den anderen hab ich mich gut verstanden. So jetzt bleibt nur noch eins zu sagen und ich glaube da spreche ich auch für den Marc und den Tonio: Es war eine tolle unvergessliche Zeit und es ist sehr schade dass es unser letztes Stufenwochenende als Pfadfinder war. Wir werden einige Leute sehr vermissen andere wiederum kommen ebenfalls zu den Rovern und irgendwann sieht man sich wieder. Das letzte halbe Jahr meiner Pfadfinderlaufbahn (seit ich in Mitte bin) war die schönste Zeit als Pfadfinder für mich und einerseits freut man sich auf die Rover andererseits möchte man doch gerne bei den Pfadfindern bleiben……wenn ich alles mit einem Wort ausdrücken müsste würd ich sagen „geil“ ….Ich verabschiede mich mit einem  

Gut Pfad!

Benni